Rekord-Tag am Ben-Gurion-Flughafen

Der Ben-Gurion-Flughafen hat am letzen Donnerstag trotz der anhaltenden Demonstrationen gegen soziale Ungerechtigkeit einen neuen Rekord verzeichnet: Insgesamt starteten oder landeten dort 62.400 Passagiere in 384 Flügen. Da die meisten von ihnen Israelis oder im Ausland lebende Juden waren, hielten sich die Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen trotz des Ansturms in Grenzen.

Wie die Tageszeitung “Jediot Aharonot” berichtet, reisten 33.000 Personen ins Ausland. Das beliebteste Ziel war Griechenland, dorthin flogen 7.323 Israelis. In die USA begaben sich 5.894 und in die Türkei 4.433 Passagiere. Mehr als 4.000 Reisende wurden auch bei den Flügen nach Italien, Bulgarien und Frankreich registriert.

Ein israelisches Ehepaar, das zur griechischen Insel Kos fahren wollte, sah in dem Ansturm auf dem Flughafen keinen Widerspruch zu den Protesten gegen die schlechte wirtschaftliche Situation: “Viele der Passagiere hier gehören nicht zur Mittelschicht oder zur Oberschicht, sondern sie können es sich gerade leisten, in einem Jahr 2.000 Schekel (400 Euro) pro Person für einen Urlaub im Ausland auszugeben. Rhodos ist kein Luxus. Es gibt hier keine Reichen, die an den karibischen Inseln segeln oder sich an den Stränden von Australien erholen wollen. Heute ist ein Urlaub auf einer Mittelmeerinsel billiger als ein Hotel in Eilat oder ein Zimmer in Galiläa, und deshalb ist es für Israelis billiger, die billigste Möglichkeit eines Auslandsurlaubs in der Nähe zu wählen.”

Eine Studentin, die mit ihrem Partner nach Berlin flog, sah es ähnlich: “Wir waren am Samstag auf einer Demonstration, und wir werden auch auf den nächsten Demonstrationen sein, wenn es nötig ist. Der Protest richtet sich gegen die hohen Lebenskosten und gegen die grosse Last, die auf den Schultern der Mittelschicht ruht, die schwer arbeitet, Geld verdient, hohe Steuern zahlt und es kaum schafft, den Monat abzuschliessen.” Sie hätten das ganze Jahr gespart, um je 4.000 Schekel (800 Euro) für den Jahresurlaub beiseite zu legen. “Also handelt es sich insgesamt um einen durchschnittlichen Urlaub und nicht um etwas Extravagantes.”

Bereits im Juli hatte der Flughafen mit 1,365 Millionen Passagieren während des gesamten Monats einen neuen Rekord verzeichnet.

“Ökologisches Wunderland” in israelischer Flussebene

Vom Müllberg zum Naherholungsgebiet: Auf der ehemaligen Müllhalde Hirija am Stadtrand von Tel Aviv soll eine grossflächige Grünanlage entstehen. Ein erster Abschnitt des “Ariel Scharon Parks” ist bereits eröffnet.

Früher wurden Touristen, die am Flughafen in Tel Aviv anreisten, je nach Windrichtung oftmals von einem unangenehmen Geruch begrüsst. Das soll sich nun ändern: Der Müllberg Hirija wird zu einer Grünfläche ausgebaut, die schliesslich dreimal so gross sein soll wie der Central Park in New York. Der Ursprung der schlechten Luft könnte sich somit in einen Spender der guten Luft umkehren.

Die Israelis nutzten die Ebene zwischen Ramat Gan und Tel Aviv von 1952 bis 1998 als Deponie für Unrat, heisst es in einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. Heute misst der Berg eine Höhe von 60 Metern, das gesamte Gebiet dehnt sich auf eine Fläche von acht Quadratkilometer aus. Der Landschaftspark umfasst somit nicht nur den Müllberg, sondern deckt auch die weiträumige Flussebene des Ajalon ab. An dem Projekt ist unter anderem das Landschaftsarchitekturbüro “Latz und Partner” aus Kranzberg bei München beteiligt.

Geplant ist ein “ökologisches Wunderland”. Neben Grünflächen soll es ein vielfältiges Angebot von Restaurants und Cafés geben. Zusätzlich sind Sportplätze, ein Amphitheater sowie Informationsstätten, die über die Thematik Gesellschaft und Umwelt aufklären, geplant. Durch die Ansiedlung des Parks in der Flussebene wollen die Planer mögliche Überschwemmungen in Tel Aviv eindämmen, wie es auf der Webseite von “Latz und Partner” heisst.

Bisher ist erst ein kleiner Teil des Erholungsgebietes fertiggestellt. Besucher können im Voraus einen Pass anfordern, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen und den Müllberg zu besichtigen. Von dort lässt sich ein Grossteil Tel Avivs einsehen. Gäste können den Park zurzeit noch mit dem Auto erreichen. Für den Transport auf den Hügel steht dann ein elektrobetriebener Bus bereit.

Ferner wurden die Land- und Wasserwege ausgebessert und eine Recycling-Anlage errichtet. Die Kosten für den kompletten Umbau werden derzeit auf rund 170 Millionen Euro geschätzt. “Diese Stätte platziert den israelischen Staat an vorderster Front des Umweltschutzes”, sagte die Vorsitzende der “Ariel Scharon Park-Gesellschaft”, Esty Appelbaum-Polani. “Israel ist damit ein Durchbruch gelungen, indem es ein umweltpolitisches Wagnis eingegangen ist und dieses zu einem nationalen Gewinn gemacht hat.”

Benannt ist die Grünanlage nach dem früheren israelischen Premier Ariel Scharon, der sich lange Zeit als enthusiastischer Unterstützer der Idee bewies, heisst es in der Mitteilung des Aussenministeriums.

Weitere Informationen finden sich unter www.latzundpartner.de.

 

Touristenrekord in Bethlehem – Bürgermeister fordert Sanktionen gegen Israel

Touristenrekord in Bethlehem – Bürgermeister fordert Sanktionen gegen Israel

Aufschwung in Bethlehem: Bethlehem kann bereits jetzt auf eine Rekordzahl von Touristen in diesem Jahr zurückblicken – und die 2750 Hotelzimmer der Stadt im Westjordanland sind über die Weihnachtsfeiertage sämtlich ausgebucht. Grund hierfür sind der Rückgang des Terrors in der Region und eine starke israelisch-palästinensische Zusammenarbeit in der Fremdenverkehrsbranche. In den zurückliegenden elfeinhalb Monaten haben 1.4 Millionen Touristen den überlieferten Geburtsort von Jesus besucht; zur Weihnachtszeit werden noch 90 000 weitere erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen beträchtlichen Zuwachs dar (2009 wurden 70 000 Besucher während der Weihnachtswoche gezählt). Das israelische Tourismusministerium hat einen kostenlosen Pendelverkehr zwischen Jerusalem und der Kleinstadt in den palästinensischen Autonomiegebieten eingerichtet. Die israelische Armee steht in engem Kontakt mit den Oberhäuptern der verschiedenen christlichen Gemeinden, um einen reibungslosen Ablauf des Besucheransturms zu ermöglichen.

Nach Ansicht der israelischen Regierung hat sich auch die gemeinsame israelisch-palästinensische Werbung für Bethlehem ausgezahlt. Bethlehems Bürgermeister Victor Batarseh sieht das jedoch völlig anders. Er forderte umfassende Sanktionen gegen Israel, und zwar in den Bereichen Handel, Sport, Bildung und Kultur. Strafmassnahmen seien das einzige wirksame Mittel. Mit Israel zu verhandeln sei hingegen Zeitverschwendung, so das katholisch-marxistische Stadtoberhaupt. Batarseh ärgere sich darüber, dass viele Touristen tagsüber Bethlehem besuchten, die Nacht aber in Jerusalemer Hotel verbrächten, hiess es.

Israel wirbt auf internationalem Mode-Kanal

Israel wirbt auf internationalem Mode-Kanal

Das israelische Tourismusministerium startet eine grosse Werbekampagne auf dem internationalen Modekanal „Fashion TV“, der in fast allen Ländern der Erde zu sehen ist. Dafür sollen rund drei Millionen Schekel (rund 600.000 Euro) investiert werden. Israel wird darin vor allem als Land mit schönen Urlaubsstränden präsentiert, an denen sich gut aussehende junge Leute vergnügen. Diese Darstellung stösst auch auf Kritik. Demnach sollte Israel weltweit stärker als Heiliges Land mit Jerusalem als religiösem Zentrum werben.

Israel heisst dreimillionsten Touristen willkommen

Israel heißt dreimillionsten Touristen willkommen

Am internationalen Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv wurde der dreimillionste Tourist in diesem Jahr begrüsst. Der überraschte Gast kam mit einer Maschine aus dem brasilianischen Sao Paulo. Grund zum Feiern gab es für das Tourismusministerium, weil damit der alte Rekord von 2008 gebrochen werden konnte. Tourismusminister Stas Misezhnikov erwartet bis Ende diesen Jahres insgesamt 3,4 Mio. Touristen in Israel.

Schon jetzt mehr Touristen als im gesamten Vorjahr

Das Jahr 2010 ist noch nicht vorüber – doch bereits jetzt steht fest: Für die israelische Tourismusbranche wird es ein gutes Jahr gewesen sein. Wie das Statistische Zentralamt mitteilt, sind in den Monaten Januar bis Oktober 2.87 Millionen Urlauber nach Israel gereist, mehr als im gesamten Jahr 2009.

Nach Einschätzung des Tourismusministeriums werden bei Jahresende etwa 3.3 Millionen Touristen zu verzeichnen sein. Damit wäre auch der bisherige Rekord des Jahres 2008 (3 Millionen Touristen) geschlagen.

2.3 der 2.87 Millionen Urlauber haben sich für mindestens eine Nacht in Israel aufgehalten, was in dieser Hinsicht einen Zuwachs von 22% bedeutet.  Fast verdreifacht hat sich mit 129 500 die Zahl der Touristen, die das Land von einem Kreuzfahrtschiff aus besuchten.

Die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft werden im Ministerium allein für den Zeitraum Januar bis August  auf umgerechnet mehr als 1.6 Milliarden Euro veranschlagt; das sind 37% mehr als im Vorjahr.

Schwulen-Tourismus in Tel Aviv

Israels Tourismusministerium versucht mit der jüngsten Werbekampagne „Gay Vibe“ die homosexuellen Weltenbummler nach Tel Aviv zu locken. „Der Schwulen-Tourismus ist ein viel versprechender Markt“, meint Pini Shani vom zuständigen Ministerium. „Israel ist ein Reiseziel, das viel zu bieten hat und keiner muss seine sexuelle Neigung im Land verstecken.“ Schon seit 12 Jahren gibt es Gay Pride Paraden in Israel, an denen immer mehr Homosexuelle, aber auch Heterosexuelle teilnehmen. So taten dies in diesem Jahr über 120.000 Menschen. Darüber hinaus veranstaltet Tel Aviv an drei Wochenenden im Jahr sogenannte „Gay Wochenenden“. Ein spezieller Reiseführer listet homofreundliche Hotels und Klubs auf. Welche Stadt für Tel Aviv als Schwulenziel eine Konkurrenz im Nahen Osten darstellt, ist die libanesische Küsten- und Hauptstadt Beirut, die in den letzten Jahren ebenso ein beliebtes Reiseziel für Homosexuelle aus der ganzen Welt wurde. In Israel ist man mit dieser Art Vermarktung des Heiligen Landes nicht unbedingt zufrieden. Daher werden diese Pläne heftig kritisiert. Es ist ein moralisches Dilemma, wie Israel in der Welt dargestellt wird. Die Frage ist, ob wirklich alle Mittel recht sind, noch mehr Touristen nach Israel zu bringen und gleichzeitig einen Segen darstellen?

Flüge aus Dänemark nach Israel werden wieder aufgenommen

Flüge aus Dänemark nach Israel werden wieder aufgenommen

Nach dem Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 wurden die Direktflüge zwischen Kopenhagen und Israel aus Angst vor terroristischen Anschlägen eingestellt. Ab dem 1. November 2010 wird die dänische Fluggesellschaft Cimber Air wieder sechs Flüge pro Woche zwischen Kopenhagen und dem Ben-Gurio-Flughafen bei Tel Aviv durchführen. Dies wird die bisherige Reisezeit von neun Stunden auf nur viereinhalb Stunden verkürzen. Zwischen Januar und September dieses Jahres kamen 47.400 Touristen aus den Ländern Dänemark, Schweden, Finland und Norwegen nach Israel. Dies bedeutet, entsprechend den Aussagen des Tourismusministeriums, einen Anstieg um 16 % gegenüber 2009. Diese Strecke schliesst sich einer vor kurzem erneuerten Charterroute zwischen Norwegen und Israel an. Weitere Chartergesellschaften aus den skandinavischen Staaten sollen folgen.

Grüne OECD-Konferenz in Jerusalem

Heute beginnt in Jerusalem eine dreitägige Konferenz der OECD (Organisation für wirtschaftliche Kooperation und Entwicklung) für „grünen“ Tourismus, an der Delegationen aus 26 der 33 Mitgliedsstaaten teilnehmen. Nicht dabei sind Belgien, Schweden, Irland, Neuseeland, England, Island und die Türkei, wobei nur die Türkei bekanntgab diese Konferenz zu boykottieren, weil diese in Jerusalem stattfindet. Während der Konferenz sollen neue Tourismusinitiativen diskutiert werden. Ein Hauptthema der Konferenz ist „grüner“ Tourismus, um herauszufinden, wie man unter anderem Hotels noch umweltfreundlicher betreiben und gestalten kann.

Israel will Visapflicht für Georgier abschaffen

Israel will Visapflicht für Georgier abschaffen

Israel bemüht sich um eine Aufhebung der Visapflicht für Georgier. Das hat der israelische Minister für Tourismus Stas Miseschnikow am Dienstag bekanntgegeben.

Israel, das am Zustrom ausländischer Touristen interessiert ist, hat bereits ein visafreies Regime für Russland eingeführt und ein ähnliches Visaerleichterungsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet, das nach den notwendigen Formalitäten in wenigen Monaten in Kraft treten wird.

Nun will das israelische Tourismusministerium eine ähnliche Reisefreiheit für georgische Bürger erreichen. Das soll laut Miseschnikow helfen, den Zustrom von Reisenden zu erhöhen, und „immens zur Entwicklung der Beziehungen auf der diplomatischen Ebene beitragen“, heisst es in einer Pressemitteilung des israelischen Ministeriums.

2009 haben 6300 Touristen aus Georgien Israel besucht.  Nach einer Änderung des georgischen Gesetzes über den zeitweiligen Aufenthalt von Ausländern vom 5. August 2009 dürfen israelische Bürger bereits für 360 Tage ohne Visum nach Georgien einreisen.

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