Palästinensische Sicherheitshäftlinge beenden Hungerstreik

Palästinensische Sicherheitshäftlinge haben am Montag nach 28 Tagen ihren Hungerstreik beendet.


Unterzeichnete Selbstverpflichtung der Häftlinge (Foto: GPO)

Das Ende des Streiks wurde durch eine Übereinkunft ermöglicht, die in den vergangenen Tagen formuliert worden war.

Der wichtigste Punkt dabei ist die Unterschrift des jeweiligen Häftlings unter eine Verpflichtung, im Gefängnis keinen terroristischen Aktivitäten nachzugehen. Im Gegenzug werden Hafterleichterungen gewährt, wie die Beendigung der Isolationshaft für einige Häftlinge oder die Möglichkeit für Verwandte ersten Grades, Häftlinge aus dem Gazastreifen zu besuchen.

Eine ausführliche Erläuterung zu der Einigung (auf Englisch) finden Sie hier: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2012/End_hunger_strike_security_prisoners_14-May-2012.htm

Mit dem Bob als Paradefrisur

Vidal Sassoon kämpfte als 17-jähriger gegen Faschisten und als junger Mann für Israel. Dann wurde er als Friseur zum Millionär. Am Mittwoch erlag er der Leukämie.

Vidal Sassoon hat am Mittwoch den Kampf gegen den Krebs verloren.  Bild:  dapd

Sie nannten ihn „Bauhaus-Friseur“. Vidal Sassoon experimentierte Anfang der sechziger Jahre mit geometrischen Schnitten, die Trockenhauben und Lockenwickler überflüssig machten.

Mit seinem „Bob“, wie der Haarschnitt hiess, erregte er so viel Aufsehen, dass die Modedesignerin Mary Quant, Erfinderin des Minirocks, ihn als „Chanel der Haare“ bezeichnete.

Sassoon wurde am 17. Januar 1928 im Londoner Stadtteil Hammersmith geboren. Er war 17, als der Zweite Weltkrieg vorbei war. Seine Mutter brachte ihn zu einem Barbier in Whitechapel und überredete den Besitzer, ihm eine Lehrstelle zu geben. Damals trauten sich die Faschisten unter Führung Oswald Mosleys in England wieder auf die Strasse.

Sie riefen dazu auf, Synagogen niederzubrennen, jüdische Einrichtungen wurden mit Hakenkreuzen beschmiert. Morris Beckman und drei andere jüdische Exsoldaten der britischen Armee beriefen ein Treffen von Gleichgesinnten ein, um über das Vorgehen gegen die Faschisten zu beraten. 43 Leute kamen – die „43 Group“ war geboren.

Einer dieser 43 war Vidal Sassoon. Die Gruppe setzte auf Gewalt gegen Mosleys Leute, zertrümmerte deren Strassenstände und schlug die Faschisten zusammen, wo sie sie traf. Die Gruppe erhielt ständig Zulauf, am Ende waren 900 Mitglieder eingetragen.

1950 löste man sich wieder auf, die Faschisten waren von der Strasse vertrieben. „Wir hatten zum letzten Mal die Wange hingehalten“, schrieb Sassoon im Vorwort zu Beckmans Buch „The 43 Group“, „und ich als 17-jähriger Neuling war stolz, dabei zu sein.“

1948 kämpfte er als Freiwilliger im israelischen Unabhängigkeitskrieg. Doch in Israel bleiben wollte er nicht. Zehn Jahre später eröffnete er seinen eigenen Friseursalon in Londons Bond Street. Eigentlich hätte er lieber Architektur studiert, sagte er, und daher stammte seine Kreativität beim Erfinden neuer Frisuren.

„Beim Haareschneiden ging es mir darum, neue Formen zu erfinden, und ich ließ mich durch Gebäude inspirieren“, sagte er. Seine Frisuren wurden so berühmt, dass ihn Mia Farrow 1968 nach Hollywood einfliegen liess, um sie für den Film „Rosemarys Baby“ zu frisieren.

Sassoon baute eine Kette von Friseursalons in Grossbritannien und den USA auf und entwickelte Haarpflegeprodukte, die ihn zum Millionär machten. Am Mittwoch ist er im Alter von 84 Jahren in Los Angeles an Leukämie gestorben. (von Ralf Sotscheck, taz)

“Google Voice Search” auf Hebräisch und Arabisch

Der Spracherkennungsdienst “Google Voice Search” (Google Sprachsuche) ist jetzt auch auf Hebräisch und Arabisch verfügbar. Bei der Applikation handelt es sich um ein Programm, mit dem das Telefon über Spracherkennung gesteuert werden kann. Es ist als “App” für Android und iPhones erhältlich.

Google erklärte, dass die beiden Sprachen die Entwickler vor besondere Probleme gestellt hätten. Die vokalisierten Wörter und Kollokationen seien eine Herausforderung gewesen. Um diese zu bewältigen hätten die Entwickler eine Datenbank mit über einer Million Wörter und Ausdrücke auf Hebräisch und Arabisch erstellt. Die arabische Version beinhaltet neben der Hochsprache auch Dialekte, die in Ägypten, den Golfstaaten und den Staaten der Levante vorherrschen. Dies meldete Google auf seinem offiziellen Blog.

Der Spracherkennungsdienst sei mit den Neuerungen jetzt in 29 Sprachen und Akzenten sowie in 37 Ländern verfügbar.

Mit dem Programm können Benutzer, ohne die Tastatur des Telefons zu verwenden, unter anderem Kurznachrichten und E-Mails schreiben sowie Suchbefehle in das Handy eingeben.

Queen stoppt mögliche Verhaftungen wegen “Kriegsverbrechen”

Queen stoppt mögliche Verhaftungen wegen „Kriegsverbrechen“

Die englische Königin Elizabeth II. hat eine Änderung des umstrittenen Kriegsverbrecher-Gesetzes unterschrieben. Damit setzte sie die Neuregelung formell in Kraft. Bislang drohte Repräsentanten fremder Staaten in Grossbritannien die Verhaftung wegen angeblicher „Kriegsverbrechen“. Deshalb hatte die israelische Oppositionsführerin Zipi Livni eine London-Reise im Dezember 2009 abgesagt. Auch Offiziere und Soldaten der israelischen Armee mussten befürchten, bereits bei ihrer Ankunft verhaftet zu werden. Der israelische Botschafter in Grossbritannien, Matthew Gold, begrüßte die Neuregelung. Sie verhindere den Missbrauch des britischen Rechtssystems zu politischen Zwecken. Gleichzeitig sei aber sichergestellt, dass tatsächliche Kriegsverbrecher weiterhin verfolgt werden könnten. „London wartet auf Sie“, gab Gould an Zipi Livni weiter. Die erklärte, sie sei froh, dass ihre drohende Verhaftung London aufgeweckt habe. Botschafter Gould erwartet, dass nun deutlich mehr israelische Touristen Grossbritannien besuchen werden. Von der Gesetzesänderung profitieren laut Gould nicht nur Israelis, sondern auch die Angehörigen von mindestens fünf weiteren Staaten.

Deutsche Linke verbreitete antisemitische Propaganda im Netz

Auf der Website des Linken-Kreisverbandes Duisburg wurde offenbar über Jahre zum Boykott israelischer Produkte aufgeworfen. Nun wurde das Pamphlet eilig entfernt.

Duisburger Linke

In den Davidstern ist ein Hakenkreuz montiert, darunter beginnt ein zweiseitiger antisemitischer Text, der in der Forderung gipfelt: Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen! ein braunes Pamphlet aus dem Netz.

Aber nicht irgendwo aus dem Netz: Das Machwerk Nie wieder Krieg für Israel! stand bis Mittwochnachmittag auf der Webseite des Kreisverbandes Duisburg der Linkspartei. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespartei.

Leider handelt es sich um kein Fake. Wir sind entsetzt über dieses verabscheuungswürdige Dokument offenen Antisemitismus und haben den Kreisverband Duisburg gebeten, es sofort von seiner Seite zu entfernen.

Erste parteiinterne Recherchen hätten ergeben, dass es nicht der Kreisverband selbst, sondern jemand aus der örtlichen Gruppe des linken Jugendverbandes solid eingestellt hätte. Laut der elektronisch erfassten Eigenschaften wurde das Dokument am 20.05.2006 erstellt hätte demnach also fast fünf Jahre auf der linken Seite gestanden.

Mit aggressiver Israelkritik machte die Partei in jüngerer Vergangenheit öfter von sich reden: In Bremen unterstützte die Linke einen Boykottaufruf israelischer Waren vor Supermärkten.

Zuletzt spekulierte eine von der Bundestagsabgeordneten Inge Höger unterzeichnete Pressemitteilung über den Mord an einem italienischen Friedensaktivisten in Gaza, dass einzig die Besatzungsmacht von solchen Verbrechen profitieren würde. Mit der Duisburger Internet-Propaganda ist dennoch eine neue Stufe erreicht.

Unter anderem heisst es darin: Israel ist das einzige Land der Welt, in dem Folter, Sippehaft und außergerichtliche Exekutionen legal sind und tagtäglich angewandt werden. Israel bekam von der BRD insgesamt fünf atomwaffenfähige U-Boote geschenkt. Damit ist der atomaren Erpressung der ganzen Welt durch radikale Zionisten Tür und Tor geöffnet.

Aufgerufen wird nicht nur zum Boykott israelischer Produkte, sondern auch dazu, deutsche Firmen zu boykottieren, die Israel unterstüzten. Dabei wird auch der Axel-Springer-Verlag angegeriffen, zu dem auch “Welt Online” gehört.

So heisst es: Vor diesem Hintergrund ist die Bezeichnung gewisser Blätter als Judenpresse wohl weniger ein Schimpfwort als vielmehr die zutreffende Umschreibung der einseitig philosemitischen und anbiedernden Berichterstattung über Israel und die Juden.

“Das ist nicht von uns”

Das Pamphlet ist darüber hinaus direkt mit Seiten verlinkt, die im Vokabular von Neonazis den Mord an den europäischen Juden als Erfindung angreifen. Dort heisst es etwa: Im Bombenholocaust von Dresden (kamen) mehr Menschen ums Leben als während der vierjährigen Betriebszeit des KZ Auschwitz.

Der Sprecher des Vorstandes des Kreisverbandes Duisburgs, Kenan Ilhan, distanzierte sich im Gespräch mit “Welt Online” von dem Dokument: Das ist nicht von uns. Er habe eine Vermutung, wer das Dokument auf die Seite gestellt habe, wolle diese aber nicht mitteilen.

Ilhan legte Wert darauf, dass das Pamphlet in keiner Weise die Meinung seiner Duisburger Genossen spiegele: Solche Ansichten haben wir nicht! Mag sein. Doch die Distanz vom linken Kreisverband zur Auschwitzlüge betrug fünf Jahre lang genau einen Klick. (WELT ONLINE Robin Alexander)

Italienische Journalistin: Vittorio Arrigoni “hat Israel gehasst”

Der Mitte April im Gazastreifen von Palästinensern ermordete Italiener Vittorio Arrigoni war “ein Fan des politischen Islamismus” und “ein Feind der Juden”. Das schrieb die italienisch-jüdische Journalistin und Vizepräsidentin des Ausschusses für Aussenangelegenheiten der italienischen Abgeordnetenkammer, Fiamma Nirenstein, in einem Artikel in der Tageszeitung “Il Giornale”.

Nirenstein bezeichnete die Hinrichtung des Italieners als “schrecklich”. Weiter schrieb sie: “Was der europäischen Öffentlichkeit nicht klar ist, ist der offenkundige Beweis, dass die Mörder seine alten islamischen Dschihad-Freunde aus Gaza sind.” Es werde immer wieder betont, dass die Hamas, zu der Arrigoni, freundschaftliche Kontakte hatte, das Verbrechen verurteilt hat. “Tatsächlich spielt es jedoch keine Rolle, ob die Mörder Mitglieder der Hamas waren oder nicht. Sie wurden und sie werden alle von der Hamas kontrolliert”, so die Journalistin.

Nirenstein zufolge hasste Arrigoni Israel. Zionisten habe er unter anderem als “Ratten” bezeichnet. Arrigoni habe seine humanitären Ideale mit der Sache der Fundamentalisten im Gazastreifen vermischt. Es sei unvorstellbar, “unter denen zu leben, die Raketen auf Zivilisten abfeuern, Sprengstoffgürtel tragen und Süssigkeiten verteilen, wenn eine israelische Familie in Itamar ermordet wird”.

Die Journalistin kritisierte zudem Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano dafür, dass er den Mord an Arrigoni auf das Fehlen eines Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern zurückgeführt hat, “anstatt die Schuld dem islamischen Fundamentalismus zu geben”.

Israels Ärzte streiken

Rund 2.500 Ärzte und Medizinstudenten haben am Mittwoch vor der Knesset in Jerusalem demonstriert. Sie fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Als Teil des Protestes werden in israelischen Krankenhäusern derzeit nur noch dringende Operationen durchgeführt.

Oppositionsführerin Zippi Livni wandte sich in einer Rede an die Demonstranten. “Es ist die Aufgabe der Regierung, sich um die Älteren, die Kranken und die Armen zu kümmern, und diese Regierung hat darin versagt. Ich rufe den Premierminister dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln und sich an den Verhandlungen zu beteiligen”, so die Vorsitzende der Kadima-Partei. Sie forderte von Premier Benjamin Netanjahu zudem, die Zahl der Krankenhausbetten zu erhöhen.

Dem Protest waren Verhandlungen zwischen dem Finanzministerium und der Ärztekammer (IMA) vorausgegangen. Der Tageszeitung “Jerusalem Post” zufolge hatte das Finanzministerium am Dienstag angeboten, die Gehälter für Ärzte um 20 Prozent zu erhöhen. Die IMA hatte dies jedoch abgelehnt, da es sich um eine Steigerung von nur einem Prozent gegenüber einem früheren Angebot handle.

Google wegen Street View in der Schweiz und in Israel unter Druck

Der US-Suchmaschinengigant Google steht wegen seines Straßenkartendienstes derzeit sowohl in der Schweizer auch als auch in Israel unter Druck, wie die Nachrichtenagentur AP meldet.

In der Schweiz soll noch in dieser Woche eine Anhörung erfolgen, ob der Service in der Schweiz legal ist, oder Persönlichkeitsrechte verletzt. Google-Manager Peter Fleischer zeigt sich zuversichtlich, dass Google die strikten Auflagen der Schweizer Behörden mit seinem Service erfüllen kann und rechnet daher mit einem grünen Licht von Seiten der Gerichte.

Der Schweizer Datenschützer Hanspeter Thuer hat hingegen gefordert, dass Google auch die Gesichter auf den geschossenen Fotos unkenntlich machen muss. Ein Gericht in Bern will sich am Donnerstag die Argumente der beiden Seiten anhören und zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob Google Street in der Schweiz zulässig ist.

Auch in Israel zieht Google Street View Sicherheitsbedenken auf sich. In Israel fürchtet man, dass Terroristen die 3D-Kartentechnik dazu nutzen könnten, um Anschläge auf beliebte Plätze oder Politik zu planen, heisst es. Dennoch will Israel den Service grundsätzlich zulassen, da die Vorteile überwiegen würden, heisst es. Israelische Experten sollen gemeinsam mit Google daran arbeiten, um die Sicherheit von Google Street View zu gewährleisten, so dass der Dienste keine Persönlichkeitsrechte verletze, heisst es.

Schauspieler Verne Troyer in Israel

Kurznachrichten

Der amerikanische Schauspieler Verne Troyer, bekannt durch seine Rolle als Mini-Me in Austin Powers, hat Israel fünf Tage lang einen Besuch abgestattet. An der Klagemauer steckte auch er einen Gebetszettel in die Ritzen. Der Hollywoodstar ist der neue Präsentator der israelischen Modekette TNT.

Grossbrand in Ikea-Filiale bei Tel Aviv

In einer israelischen Ikea-Filiale in der Nähe von Tel Aviv ist Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde dabei niemand. Der Schaden ist aber enorm.

Die Flammen griffen auf das ganze Gebäude über. Das Feuer zerstörte die gesamte Verkaufsläche, insgesamt 2000 Quadratmeter. 7000 Kunden kauften laut Ikea dort jeden Tag ein. Das Gebäude werde innerhalb eines Jahres komplett neu aufgebaut. Warum Feuer ausbrach, ist unklar.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 185 other followers